Im tief verschneiten St. Moritz schaffte Natalie heute, was noch keiner Schweizer Rodlerin vor ihr gelang: Sie ergatterte sich in einem Weltcuprennen der Damen einen Podestplatz. Mit 0.279 Sekunden Abstand auf die unerwartete Siegerin Elina Vitola (LAT) holte Natalie sich auf ihrer Heimbahn Bronze und damit die erste Medaille ihrer Weltcupkarriere.
Es war ein von Schnee geprägtes Rennen, in dem viele Fahrerinnen aber nicht nur mit dem Wetter, sondern auch mit der Bahn an sich zu kämpfen hatten. Natalie konnte heute aber zeigen, dass sie die einzige Naturbahn der Welt souverän beherrscht, und konnte sich trotz der Witterung gegen fast all ihre Konkurrentinnen durchsetzen. Anders als sonst diese Saison gelang ihr heute der erste Lauf noch etwas besser als der zweite. Im zweiten Durchgang passte die Linie in der berühmten Horseshoe-Kurve nicht ganz optimal, aber Natalie konnte ihren dritten Rang trotzdem verteidigen. „Vor dem zweiten Lauf wurde ich plötzlich nervös, und als ich unten war, war ich mir sicher, dass es nicht mehr fürs Podest reichen würde“, sagte Natalie nach dem Rennen. Umso grösser war die Freude, als feststand, dass sie doch auf dem Treppchen stehen würde.
Es ist ein versöhnlicher Abschluss für eine Saison, die von mehr Tiefen als Höhen geprägt war. Hier hat Natalie die Heimbahn sicher einen Vorteil gebracht: St. Moritz war schon immer eine ihrer Lieblingsbahnen. Nachdem sie jahrelang immer nur dort traininerte, aber nie ein Weltcup dort stattfand, war dieses Wochenende etwas ganz Besonderes für sie. Dass sie hier auch gleich den ersten Podestplatz ihrer Weltcupkarriere feiern darf, ist deshalb umso schöner.
Den Gesamtweltcup beendet Natalie auf dem 12. Rang, die Wertung mit dem Sprint auf dem 13. Obwohl heute der letzte Weltcup der Saison ausgetragen wurde, ist Natalie mit dem Rodeln noch nicht ganz fertig. Es sind weitere Trainingswochen in Deutschland geplant, solange die Bahnen noch stehen.


Comments are closed